Certified Rating Analyst

CRA®

Autor

Monte-Carlo-Simulation

Dr. Karsten Füser, Dr. Werner Gleißner
Definition Ihren Namen erhielt die Monte-Carlo-Simulation durch die Ziehung von Zufallszahlen, was mit den Glücksspielen ähnlich denen in Monte-Carlo vergleichbar ist. Das Verfahren selbst ist schon länger bekannt, ließ sich jedoch erst mit dem Aufkommen von leistungsfähigen Computern problemlos anwenden. Bei einer Monte-Carlo-Simulation werden anhand von Zufallszahlen stochastische Stichproben erzeugt. Die unbekannten Parameter, mit denen Risiken beschrieben werden, sind durch Zufallsgrößen bestimmt. Grundsätzlich ist die Monte-Carlo-Simulation eine Art Stichprobenverfahren, bei dem anhand einer großen, repräsentativen Stichprobe auf die Grundgesamtheit geschlossen wird. Das allgemeine Vorgehen einer Monte-Carlo-Simulation lässt sich anhand der folgenden Schritte beschreiben:
  1. Erzeugung der für die Monte-Carlo-Simulation benötigten Zufallszahlen
  2. Umwandlung dieser Zufallszahlen in die benötigte Verteilung
  3. Durchführung eines Schrittes der Monte-Carlo-Simulation gemäß den gezogenen Zufallszahlen und der dahinter liegenden Verteilung
  4. Wiederholung der Schritte 1. bis 3., bis eine ausreichende Anzahl von Simulationen generiert wurde, um daraus stabile Verteilungen und Statistiken abzuleiten
  5. Endauswertung, indem z.B. Mittelwerte (Verteilungen) der gemessenen Größen gebildet werden, Berechnungen des Value-at-Risk erfolgen oder statistische Fehler ermittelt werden.

Anwendung findet die Monte-Carlo-Simulation z.B. bei der Risikoaggregation, simulationsbasierten Bewertung, Ratingprognosen oder auch bei der Bewertung von „Exotischen Optionen“, für die keine allgemeine Bewertungsformel wie etwa der Black-Scholes-Ansatz für europäische Kaufoptionen existiert. Bei der Risikoaggregation können durch die Anwendung der Monte-Carlo-Simulation bspw. sowohl Einzelrisiken als auch Zusammenhänge zwischen den Risiken (Korrelation) berücksichtigt werden.

Links Karsten Füser und Werner Gleißner: Rating-Lexikon,
München 2005, Beck im dtv Verlag, http://www.dtv.de, 552 Seiten, ISBN 3-406-53054-0.
   

E-MAIL   OLDENBOURG   AUTOREN   INHALT   BDRA   HOME   IMPRINT

Universität St. Gallen

RaFIn - Rating & Finance Institute, Berlin

Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer der Universität Augsburg

DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management, Dreieich

Georg-Simon-Ohm Management-Institut - Institute of International Business Nürnberg

 University of Applied Sciences Europäische Fernhochschule Hamburg

International School of Management Dortmund

Rating Akademie St. Gallen

AFFM Akademie für Finanzmanagement, Stuttgart

 

 

A company of Everling Advisory Services © 2007 RATING EVIDENCE  G m b H